Ein JPG lässt sich ohne zusätzliche Installation mit den eingebauten Bildfunktionen von Windows oder macOS zuschneiden. Öffne das Foto in der vorinstallierten Bildanzeige, wähle das Zuschneidewerkzeug und speichere das Ergebnis am besten als Kopie. Im Browser funktioniert das nur über einen Bildeditor auf einer Webseite; der Browser allein besitzt üblicherweise kein Werkzeug, das eine lokale JPG-Datei zuschneidet und wieder als Bild speichert.
Unter Windows mit der integrierten Fotos-Anwendung
Windows stellt in der Regel die Anwendung Fotos bereit. Je nach Windows-Version kann die Beschriftung einzelner Schaltflächen etwas abweichen, der Ablauf bleibt jedoch ähnlich.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf die JPG-Datei und wähle Öffnen mit sowie Fotos.
- Öffne die Bildbearbeitung über das Bearbeitungssymbol oder den Eintrag Bild bearbeiten.
- Wähle das Werkzeug zum Zuschneiden und ziehe die Ränder des Auswahlrahmens auf den gewünschten Ausschnitt.
- Lege bei Bedarf ein Seitenverhältnis wie quadratisch, 4:3 oder 16:9 fest. Eine freie Auswahl ist sinnvoll, wenn keine festen Abmessungen verlangt werden.
- Speichere das bearbeitete Foto über Als Kopie speichern oder eine sinngleiche Option.
Das Ergebnis ist gelungen, wenn die neue Datei nur noch den gewählten Ausschnitt zeigt und sich unabhängig vom Original öffnen lässt. Fehlt das Bearbeitungswerkzeug, kontrolliere zunächst, ob die Datei wirklich in Fotos und nicht nur in einer Dateivorschau oder im Browser geöffnet wurde.
Auf dem Mac mit Vorschau
Unter macOS eignet sich das mitgelieferte Programm Vorschau. Hier wird der Ausschnitt zuerst markiert und danach auf die Auswahl reduziert.
- Öffne das JPG per Doppelklick in Vorschau. Startet stattdessen ein anderes Programm, wähle über Öffnen mit ausdrücklich Vorschau.
- Blende bei Bedarf die Markierungswerkzeuge ein und aktiviere die rechteckige Auswahl.
- Ziehe einen Rahmen um den Bildbereich, der erhalten bleiben soll.
- Wähle im Menü Werkzeuge den Befehl Beschneiden.
- Nutze Exportieren oder Duplizieren, wenn die ursprüngliche Datei unverändert bleiben soll.
Eine Auswahl nahe am Bildrand lässt sich leichter korrigieren, wenn du vor dem Beschneiden in das Foto hineinzoomst. Der Zoom verändert nicht die gespeicherte Bildgröße, sondern nur die Ansicht während der Auswahl.
Passende Anleitung öffnen →
Passende Anleitung öffnen →Im Browser: möglich, aber nicht als eingebaute Standardfunktion
Chrome, Firefox, Edge und Safari zeigen JPG-Dateien an, bieten normalerweise aber keine vollständige lokale Zuschneidefunktion. Ein Online-Bildeditor kann diese Aufgabe ohne Softwareinstallation übernehmen. Dabei wird das Foto je nach Dienst möglicherweise auf einen fremden Server übertragen.
Für private Dokumente, Ausweisfotos, medizinische Aufnahmen oder Bilder mit erkennbaren Personen ist die lokale Bearbeitung mit Fotos beziehungsweise Vorschau die zurückhaltendere Wahl. Falls du einen Browserdienst nutzt, prüfe vor dem Hochladen, ob die Verarbeitung lokal im Browser erfolgt, wie lange Dateien gespeichert werden und ob der Dienst das Originalformat JPG ausgeben kann.
Ein Bildschirmfoto ist kein gleichwertiger Ersatz für das Zuschneiden. Es kann Auflösung, Farbdarstellung und Metadaten verändern und übernimmt möglicherweise Bedienelemente oder leere Randbereiche.
Originalgröße, Seitenverhältnis und JPG-Qualität richtig einordnen
Beim Zuschneiden werden Pixel außerhalb des ausgewählten Rahmens entfernt. Ein Foto mit 4000 × 3000 Pixeln kann nach einem engeren Ausschnitt beispielsweise nur noch 2600 × 2000 Pixel besitzen. Das Bild wird dadurch nicht automatisch unscharf, bietet aber weniger Pixel für starke Vergrößerungen oder große Ausdrucke.
Da JPG verlustbehaftet speichert, kann das erneute Sichern eine weitere Komprimierung auslösen. Wie stark sie ausfällt, hängt vom verwendeten Programm und dessen Exporteinstellung ab. Bewahre das Original auf und bearbeite möglichst eine Kopie, statt dieselbe JPG-Datei mehrfach zu öffnen, zu verändern und erneut zu speichern.
- Wähle ein festes Seitenverhältnis, wenn das Bild in einen vorgegebenen Rahmen passen muss.
- Nutze den freien Zuschnitt, wenn allein der Bildinhalt zählt.
- Vergrößere einen kleinen Ausschnitt nicht unnötig auf die ursprünglichen Pixelmaße.
- Kontrolliere die gespeicherte Kopie bei 100 Prozent Ansicht auf Details und sichtbare Kompressionsartefakte.
Welche Methode passt zu welcher Situation?
Ist ein Windows-PC verfügbar, ist Fotos der kürzeste lokale Weg. Auf einem Mac erfüllt Vorschau dieselbe Aufgabe ohne weitere Installation. Steht nur ein Browser zur Verfügung, kommt ein Online-Editor infrage, sofern das Bild keine vertraulichen Inhalte enthält und die Datenschutzbedingungen akzeptabel sind.
Speichere in allen Fällen zuerst eine Kopie und öffne diese nach dem Zuschneiden erneut. Zeigt sie den beabsichtigten Ausschnitt, besitzt ausreichende Pixelmaße und enthält keine auffälligen Qualitätsverluste, ist die Bearbeitung abgeschlossen.
Auf dem Smartphone ohne zusätzliche Installation
Auch auf iPhone und Android-Geräten ist kein zusätzlicher Bildeditor nötig. Gemeint ist dabei eine bereits mitgelieferte Foto- oder Galerie-Anwendung. Die Namen der Schaltflächen unterscheiden sich je nach Gerät und Betriebssystem, das Prinzip bleibt aber gleich: Foto öffnen, Bearbeiten wählen, den Zuschnitt festlegen und speichern.
- iPhone: Öffne das Bild in Fotos, tippe auf Bearbeiten und anschließend auf das Zuschneide-Symbol. Nach dem Anpassen bestätigt Fertig die Änderung. Die Bearbeitung lässt sich in Fotos meist wieder auf das Original zurücksetzen, solange die Datei dort verwaltet wird.
- Android: Öffne das JPG in der vorinstallierten Galerie oder Fotoverwaltung und suche nach Bearbeiten, Zuschneiden oder einem Rahmensymbol. Wähle vor dem Speichern möglichst Kopie speichern, falls diese Option angeboten wird.
Prüfe anschließend in den Dateiinformationen oder beim Teilen des Bildes die Pixelmaße. Manche Smartphone-Programme speichern den Zuschnitt nur innerhalb ihrer Mediathek oder legen zusätzlich eine bearbeitete Datei an. Für einen Upload sollte deshalb die tatsächlich versendete oder exportierte JPG-Datei geöffnet werden, nicht nur die Vorschau in der Foto-App.