Die Höhe eines JPG-Bildes lässt sich exakt festlegen, indem du in einem Bildbearbeitungsprogramm die Bildgröße öffnest, als Einheit Pixel auswählst und den gewünschten Wert in das Feld für die Höhe einträgst. Soll das Foto unverzerrt bleiben, muss das Seitenverhältnis gesperrt sein. Die Breite wird dann automatisch angepasst.
Der entscheidende erste Test ist die Kontrolle der ursprünglichen Pixelmaße. Ein JPG mit 4000 × 3000 Pixeln hat ein Seitenverhältnis von 4:3. Wird seine Höhe auf 1200 Pixel gesetzt, ergibt sich bei unveränderten Proportionen eine Breite von 1600 Pixeln.
Passende Anleitung öffnen →Die Pixelhöhe im Bildprogramm einstellen
Die Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Programm, gesucht ist jedoch eine Funktion wie Bildgröße, Größe ändern, Skalieren oder Abmessungen ändern. Nicht gemeint ist die Zoomanzeige: Ein Zoom von 50 Prozent verändert nur die Darstellung auf dem Bildschirm, nicht das JPG selbst.
- Öffne das JPG in einem Bildbearbeitungsprogramm.
- Rufe die Funktion zum Ändern der Bildgröße oder Skalieren auf.
- Wähle Pixel als Maßeinheit.
- Aktiviere die Option zum Beibehalten des Seitenverhältnisses. Sie wird häufig durch ein Kettensymbol zwischen Breite und Höhe dargestellt.
- Trage die gewünschte Pixelzahl in das Höhenfeld ein.
- Prüfe die automatisch berechnete Breite und bestätige die Größenänderung.
- Speichere das Ergebnis unter einem neuen Dateinamen als JPG.
Das Speichern unter einem neuen Namen erhält das Original. Das ist bei JPEG wichtig, weil erneutes Speichern normalerweise eine weitere verlustbehaftete Kompression auslöst. Falls das Ergebnis später noch einmal in einer anderen Größe benötigt wird, sollte diese Version erneut aus dem Original erzeugt werden.
Breite und Höhe passen nicht immer gleichzeitig
Eine feste Höhe bestimmt bei unveränderten Proportionen zugleich die Breite. Beide Werte lassen sich nur dann frei vorgeben, wenn ihr Verhältnis zum Ausgangsbild passt. Andernfalls stehen drei unterschiedliche Verfahren zur Wahl:
Passende Anleitung öffnen →
Passende Anleitung öffnen →- Proportional skalieren: Die Zielhöhe wird exakt erreicht, während das Programm die Breite passend berechnet. Das gesamte Bild bleibt sichtbar und unverzerrt.
- Zuschneiden: Das Foto wird zunächst skaliert und danach an den Seiten oder oben und unten beschnitten. Damit lassen sich feste Breite und Höhe ohne Verzerrung erreichen, allerdings gehen Bildbereiche verloren.
- Strecken oder Stauchen: Breite und Höhe werden unabhängig geändert. Das erfüllt beide Pixelvorgaben, verändert aber Formen und Proportionen. Personen oder runde Gegenstände wirken dadurch unnatürlich.
Für eine Zielgröße von beispielsweise 1200 × 1200 Pixeln muss ein rechteckiges Foto zugeschnitten oder mit zusätzlichen Flächen ergänzt werden. Eine reine Skalierung kann daraus kein unverzerrtes Quadrat machen.
Die passende Breite selbst berechnen
Falls ein Programm die Breite nicht automatisch anzeigt, lässt sie sich aus dem Seitenverhältnis berechnen. Die Werte beziehen sich jeweils auf Pixel:
Neue Breite = (ursprüngliche Breite × gewünschte Höhe) ÷ ursprüngliche Höhe
Bei einem JPG mit 4000 × 3000 Pixeln und einer Zielhöhe von 1200 Pixeln lautet die Rechnung:
(4000 Pixel × 1200 Pixel) ÷ 3000 Pixel = 1600 Pixel
Die resultierende Größe beträgt 1600 × 1200 Pixel. Entsteht bei einer anderen Ausgangsgröße ein Wert mit Nachkommastellen, muss auf eine ganze Pixelzahl gerundet werden. Eine Abweichung von einem Pixel in der automatisch berechneten Breite ist dann normal und verhindert keine exakt eingestellte Höhe.
Verkleinern und Vergrößern haben unterschiedliche Folgen
Beim Verkleinern entfernt das Programm Bildpixel und berechnet die verbleibenden Bildinformationen neu. Für eine saubere Ausgabe sollte die Skalierungsfunktion des Bildprogramms verwendet werden, nicht eine bloße Änderung von Metadaten.
Beim Vergrößern muss die Software zusätzliche Pixel aus den vorhandenen Bildpunkten ableiten. Die Datei erhält zwar exakt die eingestellte Höhe, aber keine echten neuen Details. Konturen können weicher wirken, Kompressionsspuren deutlicher hervortreten und kleine Schriften an Klarheit verlieren. Eine größere Pixelzahl ist daher nicht automatisch mit höherer Bildqualität gleichzusetzen.
Die JPG-Qualitätseinstellung beim Export ist davon getrennt. Die Pixelhöhe bestimmt die Abmessungen, während die Qualitätsstufe beeinflusst, wie stark die Bilddaten komprimiert werden. Eine hohe Exportqualität kann fehlende Details einer starken Vergrößerung nicht wiederherstellen.
Warum DPI nicht die gesuchte Einstellung ist
Für die Höhe auf Webseiten, in Apps oder in digitalen Dokumenten zählt in erster Linie die Pixelzahl. Eine Änderung von 72 auf 300 DPI verändert die Pixelhöhe nicht, solange das Bild nicht zusätzlich neu berechnet wird. DPI beziehungsweise PPI beschreiben, wie vorhandene Pixel einer Druckgröße zugeordnet werden.
Ein Bild mit 1600 × 1200 Pixeln bleibt deshalb 1200 Pixel hoch, unabhängig davon, welcher Auflösungswert in den Metadaten steht. Erst beim Drucken beeinflusst dieser Wert zusammen mit den Pixelmaßen die vorgesehene Größe auf Papier.
Das gespeicherte Ergebnis zuverlässig prüfen
Öffne nach dem Export die Dateieigenschaften oder die Bildinformationen der neu gespeicherten Datei. Dort müssen die Abmessungen mit der gewünschten Höhe erscheinen, etwa 1600 × 1200 Pixel. Prüfe außerdem das Bild selbst bei normaler Ansicht: Gerade Linien dürfen nicht gestaucht wirken, wichtige Motive dürfen beim Zuschneiden nicht verschwunden sein und feine Details sollten für den vorgesehenen Einsatz ausreichend klar bleiben.
Zeigt die Datei trotz richtiger Pixelmaße auf einer Webseite eine andere sichtbare Höhe, liegt die Ursache gewöhnlich in den Darstellungsregeln der Seite. HTML- oder CSS-Vorgaben können ein JPG kleiner oder größer anzeigen, ohne seine gespeicherten Pixelmaße zu verändern. In diesem Fall müssen Bilddatei und Anzeigegröße getrennt betrachtet werden.