Die Meldung „Not a JPEG file“ bedeutet, dass ein Programm die geöffneten Daten nicht als erwartete JPEG-Datei erkennt. Hinter einer Datei mit der Endung .jpg kann beispielsweise ein PNG-, WebP- oder sogar ein HTML-Dokument stecken. Prüfe zuerst an einer Kopie die Dateisignatur, also die Kennbytes am Dateianfang. Das Ergebnis entscheidet, ob du die Endung korrigieren, das Bild in JPEG umwandeln oder eine unvollständige Datei neu beschaffen solltest.
Die Endung .jpg ist noch kein Formatnachweis
Ein Dateiname beschreibt nicht zwingend den Inhalt. Wird etwa foto.png in foto.jpg umbenannt, bleiben die Bilddaten im PNG-Format. Ein Programm, das anhand des Inhalts verschiedene Formate erkennt, kann dieses Bild möglicherweise trotzdem anzeigen. Ein anderer Importweg erwartet ausschließlich JPEG und meldet „Not a JPEG file“.
Auch beim Herunterladen kann die Zuordnung schiefgehen: Unter einem JPG-Dateinamen wird dann eine Anmeldeseite, eine Fehlermeldung des Servers oder ein Bild in einem anderen Format gespeichert. Die Änderung von .jpeg zu .jpg löst dagegen kein Formatproblem, denn beide Endungen stehen für JPEG.
Eine Vorschau oder ein Vorschaubild allein bestätigt nicht, dass die gesamte Datei lesbar ist. Ebenso wenig beweisen die Dateieigenschaften ein JPEG-Format, wenn die angezeigte Typbezeichnung nur aus der Endung abgeleitet wird.
Dateisignatur prüfen und den passenden Weg wählen
Für die Prüfung genügt ein lokaler Hex-Editor, der die Bytes einer Datei anzeigt, beispielsweise HxD unter Windows. Öffne darin nur eine Arbeitskopie und speichere keine Änderungen. Vertrauliche Fotos müssen für diese Untersuchung nicht zu einem Online-Dienst hochgeladen werden.
Passende Anleitung öffnen →
Passende Anleitung öffnen →- Erstelle eine Kopie der betroffenen Datei. Blende im Dateimanager die vollständigen Dateiendungen ein, damit eine doppelte Endung wie foto.jpg.png sichtbar wird.
- Öffne die Kopie im Hex-Editor und springe an den Dateianfang, also zu Position 0. Lies die ersten Bytes in der Hexadezimalanzeige, nicht nur die danebenstehende Textdarstellung.
- Beginnt die Datei mit FF D8 FF, spricht das für einen JPEG-Datenstrom. Bleibt die Fehlermeldung bestehen, prüfe die Datei in einem zweiten lokalen Bildprogramm und folge dem Abschnitt zu erkannten JPEG-Dateien.
- Erkennst du stattdessen eine der unten genannten anderen Bildsignaturen, behandle die Datei als dieses Format. Korrigiere die Endung oder exportiere das geöffnete Bild tatsächlich als JPEG.
- Enthält die Datei HTML-Text, ist sie leer oder lässt sich kein Bildformat zuordnen, beschaffe sie erneut aus der ursprünglichen Quelle. Versuche nicht, durch das Einfügen von JPEG-Kennbytes ein Bild daraus zu machen.
Diese Kennungen helfen bei der Zuordnung:
- JPEG beginnt mit FF D8 FF. Die ersten beiden Bytes FF D8 kennzeichnen den Bildanfang; darauf folgt ein weiterer Marker.
- PNG beginnt mit 89 50 4E 47 0D 0A 1A 0A.
- GIF beginnt in der Textdarstellung mit GIF87a oder GIF89a.
- WebP enthält am Anfang RIFF und ab Byteposition 8, bei Zählung ab 0, WEBP. RIFF allein reicht zur Erkennung von WebP nicht aus.
- Ein heruntergeladenes HTML-Dokument kann nach Leerraum oder anderen vorangestellten Zeichen mit <!DOCTYPE html oder <html beginnen. Solcher Text ist ein Hinweis auf eine Webseite statt auf die erwarteten Bilddaten.
Ein gültiges JPEG muss nicht sichtbar JFIF oder Exif am Anfang enthalten. Das Fehlen dieser Textfolgen ist daher kein ausreichender Grund, die Datei als falsch einzustufen. Umgekehrt bestätigt eine passende Anfangssignatur noch nicht, dass alle nachfolgenden Bilddaten vollständig und fehlerfrei sind.
PNG oder WebP gefunden: umbenennen oder als JPEG exportieren?
Die richtige Maßnahme hängt davon ab, welches Format du benötigst. Soll das Bild lediglich in einer Anwendung geöffnet werden, die sein tatsächliches Format unterstützt, genügt bei einer falsch benannten Datei häufig die passende Endung. Benötigt ein Upload oder ein Bearbeitungsprogramm ausdrücklich JPEG, ist eine Umwandlung erforderlich.
Ein Beispiel: Die Datei urlaub.jpg beginnt mit der PNG-Signatur. Durch Umbenennen in urlaub.png erhält sie einen passenden Namen, wird aber nicht zu JPEG. Öffne sie für eine echte Umwandlung in einem Bildprogramm mit Unterstützung für PNG und JPEG. Wähle dessen Exportfunktion, stelle JPEG als Ausgabeformat ein und speichere unter einem neuen Dateinamen. Die genaue Bezeichnung der Exportfunktion hängt vom Programm ab.
Bei PNG oder WebP mit transparenten Bereichen musst du vor dem JPEG-Export eine Hintergrundfarbe festlegen, da JPEG keine Transparenz speichert. Bewahre das Ausgangsbild auf: JPEG komprimiert Fotos verlustbehaftet, und erneutes Speichern kann weitere Verluste verursachen.
Kontrolliere die exportierte Datei, indem du sie schließt und erneut öffnest. Prüfe außerdem, ob das ursprünglich ablehnende Programm sie nun annimmt. Eine erfolgreiche Anzeige nur im Exportprogramm reicht als Erfolgskontrolle für den betroffenen Importweg nicht aus.
JPEG-Signatur vorhanden, aber die Meldung bleibt
Beginnt die Datei mit FF D8 FF, liegt nicht offensichtlich nur eine verwechselte Dateiendung vor. Möglich sind beschädigte Daten oder eine JPEG-Variante, die der betroffene Importweg nicht unterstützt. Die Signatur allein erlaubt noch keine eindeutige Unterscheidung.
Öffnet ein zweites Bildprogramm das Foto vollständig und ohne sichtbare Fehler, kannst du daraus eine neue JPEG-Datei exportieren. Bietet das Programm entsprechende Optionen, ist für eingeschränkte Importprogramme ein übliches RGB-JPEG im Baseline-Verfahren einen Versuch wert. Das ist ein Kompatibilitätstest, keine Garantie und keine verlustfreie Reparatur.
Zeigt das zweite Programm nur einen Teil des Fotos, graue Flächen oder ebenfalls einen Lesefehler, ist ein erneuter Download beziehungsweise eine neue Kopie vom Originalmedium sinnvoller als wiederholtes Exportieren. Ein Export kann nur die Bilddaten übernehmen, die das Programm tatsächlich noch decodieren konnte.
Funktionieren andere nachweislich lesbare JPEG-Dateien im betroffenen Programm ebenfalls nicht, spricht das eher für dessen Öffnungs- oder Importweg. Prüfe dann die dort unterstützten Bildformate und Importoptionen, statt weitere Änderungen am Foto vorzunehmen.
Kein Bildinhalt: erneut herunterladen statt den Header ändern
Eine leere Datei oder eine gespeicherte HTML-Seite enthält keine JPEG-Bilddaten, die sich durch Umbenennen wiederherstellen ließen. Öffne bei einem Download die ursprüngliche Bildansicht erneut, melde dich bei Bedarf an und nutze die angebotene Downloadfunktion für das Bild. Vergleiche bei einer Übertragung von Kamera, Smartphone oder Datenträger die Dateigröße mit dem Original und kopiere die Datei erneut.
Ersetze unbekannte Anfangsbytes nicht von Hand durch FF D8 FF. Die Kennung erzeugt weder fehlende Bildinformationen noch eine gültige JPEG-Struktur. Bleibt nur eine beschädigte Kopie ohne erreichbares Original übrig, sind Wiederherstellungsversuche eine getrennte Aufgabe mit ungewissem Ergebnis. Bewahre diese Kopie unverändert auf.