Wird ein hochkant aufgenommenes JPG beim Drucken auf die Seite gedreht, liegt der Fehler meist entweder an der im Druckdialog gewählten Seitenausrichtung oder an nicht einheitlich ausgewerteten Orientierungsdaten des Fotos. Öffne zuerst die Druckvorschau und stelle dort ausdrücklich Hochformat ein. Bleibt das Bild bereits in der Vorschau quer, drehe es in einem Bildprogramm in die richtige Lage und speichere eine neue JPG-Kopie.
Die Druckvorschau trennt Einstellungsfehler und Bildfehler
Die Vorschau vor dem Druck ist der schnellste Entscheidungspunkt. Sie zeigt, ob die Druckanwendung das Foto richtig interpretiert und wie es auf dem gewählten Papier angeordnet wird.
- Steht das Foto in der Vorschau aufrecht, kommt aber quer aus dem Drucker, prüfe die Ausrichtung zusätzlich in den Druckereigenschaften. Anwendung und Druckertreiber können unterschiedliche Vorgaben verwenden.
- Liegt das Foto schon in der Vorschau auf der Seite, ändere zuerst die Seitenausrichtung von Querformat auf Hochformat.
- Bleibt die Vorschau trotz Hochformat-Auswahl falsch, speichere das Bild nach einer echten Drehung neu. Dann ist wahrscheinlich nicht allein das Seitenformat verantwortlich.
Achte außerdem auf die Begriffe im Druckfenster: Die Ausrichtung der Papierseite und die Drehung des Bildinhalts sind zwei getrennte Einstellungen. Manche Druckdialoge bieten zusätzlich Optionen wie automatische Drehung, an Seite anpassen oder Bild füllen. Eine automatische Drehung kann ein Hochkantfoto drehen, wenn die Software dadurch eine größere Papierfläche zu nutzen versucht.
Hochformat im Druckdialog fest vorgeben
- Öffne das JPG in der Anwendung, aus der du tatsächlich drucken möchtest.
- Rufe den Druckdialog auf und wähle das richtige Papierformat.
- Stelle die Seitenausrichtung ausdrücklich auf Hochformat. Verlasse dich nicht auf eine automatische Auswahl.
- Deaktiviere testweise eine Option zur automatischen Drehung. Bezeichnungen unterscheiden sich je nach Programm und Druckertreiber.
- Kontrolliere die Vorschau. Das Foto muss aufrecht innerhalb der hochformatigen Seite erscheinen.
- Öffne bei weiterhin falscher Ausgabe die Druckereigenschaften und prüfe dort ebenfalls Hochformat.
Wenn das Foto nach diesen Einstellungen richtig in der Vorschau steht, drucke zunächst nur eine Seite. So vermeidest du weitere Fehldrucke. Wird randlos gedruckt oder die Seite vollständig gefüllt, kann ein Teil des Fotos abgeschnitten werden. Das ist ein Problem der Skalierung und nicht der Orientierung.
Warum ein aufrechtes JPG trotzdem als Querbild gelten kann
Digitalkameras und Smartphones speichern Bildpunkte nicht immer in der sichtbaren Ausrichtung. Stattdessen kann eine Orientierungsangabe in den EXIF-Metadaten festlegen, dass die Darstellung um 90 oder 270 Grad gedreht werden soll. Ein Bildbetrachter berücksichtigt diese Angabe, während eine andere Druckanwendung oder ein älterer Druckertreiber sie möglicherweise anders behandelt.
Passende Anleitung öffnen →
Passende Anleitung öffnen →Dadurch kann dasselbe JPG am Bildschirm korrekt hochkant aussehen und in der Druckvorschau dennoch quer liegen. Das Foto ist dann nicht zwingend beschädigt. Die beteiligten Programme interpretieren lediglich die gespeicherte Orientierung unterschiedlich.
Ein aussagekräftiger Gegenversuch besteht darin, das JPG in einem anderen Bildprogramm zu öffnen und von dort zu drucken. Ist die Vorschau dort richtig, spricht das für ein Problem der ersten Druckanwendung oder ihrer Einstellungen. Ist sie in mehreren Programmen falsch, sollte die Ausrichtung direkt in einer neuen Bilddatei festgeschrieben werden.
Die Bilddrehung dauerhaft in einer neuen JPG-Datei speichern
Öffne das Original in einer Bildbearbeitung, drehe das Foto sichtbar in die richtige Hochkantlage und speichere es unter einem neuen Dateinamen. Verwende möglichst die Funktion Speichern unter oder Exportieren, damit das ursprüngliche Foto erhalten bleibt. Öffne danach ausschließlich die neue Datei und kontrolliere sie erneut in der Druckvorschau.
Das Neuspeichern sorgt üblicherweise dafür, dass die Bildpunkte und die Orientierungsangabe wieder zueinander passen. Es ist zuverlässiger als eine Drehung, die ein Dateibetrachter nur für seine eigene Anzeige merkt. Bei JPG ist erneutes Speichern allerdings verlustbehaftet. Nimm die Korrektur daher einmal am Original vor und vermeide mehrere aufeinanderfolgende Speicherungen.
Falls das verwendete Programm beim Export eine Qualitätsstufe verlangt, wähle keine unnötig starke Komprimierung. Für die Ausrichtung ist keine Größenreduzierung erforderlich. Ein Farbprofil oder andere Metadaten müssen für diesen Fehler nicht vorsorglich entfernt werden.
Wenn Anwendung und Druckertreiber gegeneinander arbeiten
Einige Druckwege enthalten zwei Einstellungsbereiche: den Druckdialog des Programms und die Eigenschaften des Druckers. Steht einer auf Hochformat und der andere auf Querformat, kann die Ausgabe von der sichtbaren Programmvorschau abweichen. Setze beide Bereiche auf Hochformat und schalte automatische Drehfunktionen zunächst aus.
Ein weiterer Test ist der Druck aus einer anderen lokalen Anwendung. Funktioniert dieselbe neu gespeicherte JPG-Datei dort richtig, musst du weder das Foto erneut bearbeiten noch den Drucker zurücksetzen. Prüfe stattdessen in der problematischen Anwendung die Seiteneinrichtung und ihre zuletzt gespeicherten Druckoptionen.
Liegt auch ein einfaches Testbild aus mehreren Anwendungen falsch auf dem Papier, kontrolliere die Standardausrichtung in den Druckereinstellungen des Betriebssystems. Erst wenn Vorschau, Anwendung und Treibereinstellung übereinstimmen und die Ausgabe weiterhin gedreht wird, ist eine Prüfung der modellspezifischen Druckerhilfe sinnvoll. Maßgeblich sind dort die Bereiche zu Seitenausrichtung, Layout und automatischer Drehung.
Woran du die erfolgreiche Korrektur erkennst
Der Fehler ist behoben, wenn die neu gespeicherte JPG-Kopie in mindestens zwei Bildprogrammen aufrecht erscheint, die Druckvorschau eine hochformatige Papierseite zeigt und der Ausdruck dieselbe Lage übernimmt. Sind Vorschau und Ausdruck identisch, ist die Orientierungskette vom Bild über die Anwendung bis zum Druckertreiber wieder konsistent.